Ein Sachbuch schreiben: Grundvoraussetzungen für Erstautor*innen 

Bereits mehrmals durfte ich mit Menschen zusammenarbeiten, die ihr erstes Sachbuch schreiben wollten. Allen war klar, dass ein Haufen Arbeit vor ihnen lag. Weil es neu für sie war, wussten sie anfangs nicht, wie sie die Arbeit organisieren und bewältigen sollten. Obwohl sie in anderen Lebensbereichen grössere und anspruchsvollere Projekte zu meistern wussten, verunsicherte sie ihr neues Unterfangen. 

Sollten Sie sich ebenso zu diesen Menschen zählen, gibt es keinen Grund, Ihr Buch nicht zu schreiben. Denn mein Job besteht darin, Sie auf dem Weg zum Buch zu begleiten. Die meisten Kompetenzen dürften Sie bereits aus anderen Tätigkeiten mitbringen; ich helfe Sie Ihnen gezielt einzusetzen. 

Damit Sie sich vorstellen können, was Sie mitbringen sollten, um das Neuland “Buch schreiben” zu betreten, gebe ich Ihnen fünf Tipps. 

1) Eine neue Textsorte, eine neue Erfahrung 

Sie bringen bestimmt einiges an Erfahrung mit den verschiedensten Textsorten mit, die von wenigen Sätzen bis dutzende Seiten Umfang reichen. Wenn Sie studiert haben, kamen Sie in den Genuss einer längeren Abschlussarbeit. Dies sind alles wertvolle Erfahrungen aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Berufsleben. Das eine oder andere werden Sie für Ihr Buch einsetzen können. Und doch behaupte ich: Ein Buch zu schreiben ist anders als alles, was Sie bisher geschrieben haben. Bleiben Sie also offen für diese neue Textsorte. 

2) Ein Prozess, der zu Ihnen passt 

Kurze Texte können Sie vielleicht schnell hinschreiben, Texte mittlerer Länge benötigen etwas mehr Planung. Damit ihr Buch für andere Sinn ergibt und in sich stimmig erscheint, müssen Sie einiges an Konzept- und Planungsarbeit leisten. Anders als Sie es womöglich sonst hören oder lesen, sage ich Ihnen jedoch nicht, dass Sie unbedingt als Erstes ein Konzept und einen Plan benötigen. Abhängig davon, wie Sie beim Schreiben vorgehen (möchten), kann nämlich die Planung entweder Segen oder Fluch sein. Gemeinsam finden wir heraus, wie Ihr Schreibprozess aussieht und welche Schreibstrategien Sie einsetzen. 

3) Lesen, um zu schreiben 

Um ein Sachbuch zu schreiben, gibt es eine unumgehbare Bedingung: Sie müssen bereit sein, eine Menge Sachbücher zu lesen. Indem Sie unterschiedliche Bücher lesen, die denselben oder einen anderen Themenbereich wie Ihr Buch bedienen, lernen Sie einiges: Wie unterschiedlich wird dasselbe Thema präsentiert? Wie tief oder seicht ergründen andere das Thema? Wie grenzen sich die Bücher von anderen ab? Inwiefern gefallen Ihnen der Aufbau, der Stil und die Sprache eines Buches? Weshalb bevorzugen Sie das eine Buch und legen ein anderes frühzeitig weg? Mit jedem Buch, das Sie lesen, reflektieren Sie solche Fragen und erhalten ein zunehmend besseres Gefühl für die Textsorte. 

4) Geduld und Durchhaltewille 

Sie werden nicht von heute auf morgen ein Buch schreiben. Es wird Sie wochen-, monate- oder gar jahrelang begleiten. Ungeduld kann zwar ihre Vorteile haben – Sie wollen endlich Ihre Ideen und Argumente zu Blatt bringen –, kann Sie aber auch dazu führen, Ihr Buchprojekt frühzeitig abzubrechen. Ein Buch zu schreiben bedeutet, dass Sie länger auf das Endresultat warten müssen. Sie können sich dagegen sträuben und den Prozess verteufeln oder sich fürs geduldige Durchhalten entscheiden. Wenn Sie sich auf Letzteres einlassen, vertrauen Sie auf den Prozess und dem Motto “Gut Ding will Weile haben”. 

5) Schreiben Sie zuerst für sich 

Sie tun gut daran, wenn Sie früh im Prozess wissen, für wenn das Buch gedacht ist, also Ihre Zielgruppe. Es kann auch von Vorteil sein, wenn Sie bereits eine Ahnung haben, bei welcher Art Verlag Sie Ihr Buch veröffentlichen möchten. Dennoch tun Sie sich einen Gefallen, Ihr Buch erst einmal für sich selbst zu schreiben. Schreiben Sie das Buch, weil Sie das wollen; machen Sie Ihr Buch oder den Schreibprozess nicht von Ihrer Zielgruppe oder einem Verlag abhängig. Gerade bei der Verlagssuche, bei der ich Sie unterstützen kann, brauchen Sie Geduld. Sollten die ersten Verlage Ihr Buch ablehnen – und das werden sie höchstwahrscheinlich –, werden Sie nicht verzagen, wenn Sie intrinsisch motiviert sind. Hängt Ihre Motivation davon ab, einen Verlag zu finden, werden Sie kaum das Buch weiterverfolgen. Deshalb: Schreiben Sie das Buch zuerst für sich selbst. 

Diese fünf Tipps sollen Sie richtig auf den bevorstehenden Weg zu Ihrem Buch einstimmen. Ich unterstütze Sie gerne dabei als Buch-Coach

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